Werkzeuge zur Gründung

Von Gründer zu Neugründer: In der einzigartigen Seminarreihe „Werkzeugkasten“ geben junge Hausärzte praktische Hilfe bei der Niederlassung.

Praxisnah, kompakt und von Kollegen vermittelt: Dadurch zeichnet sich die Seminarreihe „Werkzeugkasten“ aus. Sie soll angehende Hausärztinnen und Hausärzte auf dem Weg in die eigene Praxis begleiten. „Es war extrem mühsam, alle Informationen zusammenzusuchen und sich daraus zusammenzureimen, wie man das Projekt Niederlassung am besten anpackt“, erinnert sich Dr. Jana Husemann (33), stellvertretende Sprecherin des Forum Weiterbildung im Deutschen Hausärzteverband, an ihren eigenen Praxiseinstieg vor fast einem Jahr.

Um jungen Kollegen diesen Aufwand zu ersparen, hat eine Arbeitsgruppe aus dem Forum Weiterbildung den „Werkzeugkasten für die Niederlassung“ erarbeitet.

Von den 13 Modulen sind schon knapp die Hälfte fertig, die restlichen werden bis Ende diesen Jahres folgen. Sie bauen auf dem Grundstein der bereits sehr erfolgreichen Fortbildungen „Freude mit Formularen“ und „Freude mit Attesten“ von Ruben Bernau (39) und Timo Schumacher (40) auf.

Die Seminare sprechen alle wichtigen Themen an, von der Finanzierung über die Organisation bis hin zur Ausstattung. Im Baustein „Nicht warten: Starten!“ werden Fragen der Finanzierung, Versicherung aber auch steuerrechtliche Fallstricke behandelt. Bei „Das Genie überblickt das Chaos“ geht es um die Praxisorganisation, etwa auch die Delegation von Aufgaben, Erleichterung durch Praxissoftware oder Sprechstunden der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). „Ehrlich gutes Geld verdienen“ vermittelt Grundwissen über die Abrechnung nach EBM und Stellgrößen im KV-System wie Regelleistungsvolumina. Auch die Frage, wie man Regresse verhindern kann, wird beantwortet. Die Materialien stehen Teilnehmern auf www.hausaerzteverband.de in einem geschützen Bereich zur Verfügung.

Die jungen Allgemeinmediziner legen bei den Kursen besonders wert auf Kollegenrat, nur bei Bedarf ziehen sie Experten von Banken oder Versicherungen hinzu. Denn aus ihrer Erfahrung waren Tipps von Kollegen am hilfreichsten, die näher an der eigenen Lebenssituation dran waren. Zudem bringt jeder andere Erfahrungen ein – ob Einzelpraxis, angestellt oder Berufsausübungsgemeinschaft ist alles dabei

Das könnte dir auch gefallen